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Stadt Vaihingen an der Enz

Porträt Horrheim

Wein-Geschichte

Umringt von Wäldern, Seen und Weinbergen liegt, eingebettet in das Naherholungsgebiet Stromberg, der charmante Weinort Horrheim.

Horrheim war ehemals eine mittelalterliche Stadt und wurde erstmalig 771 n. Chr. Im Urkundenbuch der Benediktinerabtei in Lorsch erwähnt. Die Stadtgründung erfolgte Mitte des 13. Jahrhunderts durch Graf Konrad von Vaihingen. Von der Stadtmauer übrig geblieben ist nur das Horrheimer Türmle, auch „Bärentürmle“ genannt. Die Bezeichnung geht wohl auf den letzten Bewohner des Turms zurück: einen großen Mann, der einen langen Mantel trug und aus Sicht der Kinder wohl auch tapsig wie ein Bär daherkam. Heute ist im Bärentürmle ein kleines Heimatmuseum untergebracht.

Weitere Wahrzeichen von Horrheim sind das historische, im Fachwerkstil gebaute Rathaus und die St. Clemens-Kirche mit ihren wertvollen Wandgemälden aus dem 14. Jahrhundert.

In Horrheim wird seit etwa 1147 n. Chr. Weinbau betrieben. Mit dem Wein- und Rebsortenlehrpfad am Klosterberg hat der Ort dem guten Tropfen aus Württemberg ein würdiges Denkmal gesetzt. Auf dem knapp 3 km langen Weinlehrpfad werden die unterschiedlichen Facetten des Weinbaus auf 23 Tafeln anschaulich erklärt. Welche Weinanbaugebiete gibt es in Deutschland, was ist ein Vollernter, wozu dient die Begrünung im Weinbau und welche Arbeiten fallen im Jahresverlauf an? Diesen und vielen weiteren Fragen kann bei einer Wanderung durch die idyllischen Weinberge am Klosterberg auf den Grund gegangen werden. Unterwegs eröffnen sich immer wieder malerische Aussichten, teilweise reicht der Blick bis zur Schwäbischen Alb, den Löwensteiner Bergen und hinunter bis in das gesamte mittlere Neckartal.

Oberhalb des Weinlehrpfads befindet sich der Vaihinger Rebsortenlehrpfad. Hier wurden auf einer Weglänge von etwa 500 Metern rd. 40 verschiedene Rebsorten angepflanzt. Hinweistafeln informieren über die Herkunft der Rebsorte, den benötigten Boden, die Lesereife und den aus der Rebsorte entstehenden Wein.

Auf dem nahen Baiselberg, der höchsten Erhebung des Strombergs, entdeckte man in den 1970er Jahren Reste eines mittelalterlichen Klosters. Ausgewählte Funde, Urkundenreproduktionen und Fotos von den zwischen 1975 und 1990 durchgeführten Grabungen sind in der Verwaltungsstelle Horrheim in einem besonderen Raum ausgestellt, der zu den Öffnungszeiten der Verwaltungsstelle zugänglich ist.

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