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Stadt Vaihingen an der Enz

Geschichte

Nachstehend finden Sie unsere Geschichte in der Übersicht.

Stadtarchiv Vaihingen an der Enz

Das Stadtarchiv ist Ihnen bei der Beantwortung von Fragen zur Geschichte der Stadt Vaihingen und der Stadtteile behilflich.

Das Stadtarchiv verwaltet das rechtliche und historisch wichtige und zur dauernden Aufbewahrung bestimmte Schriftgut der Stadt Vaihingen an der Enz und der Stadtteile, daneben auch andere Informationsträger wie Filme etc., erschließt die Unterlagen durch genaue Verzeichnung und eröffnet der interessierten Öffentlichkeit damit einen Zugriff. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Privat- und Vereinsarchive als Dauerleihgabe im Stadtarchiv unterzubringen. Die Benutzung des Stadtarchivs ist jedermann möglich. Für heimatkundliche und wissenschaftliche Forschungen wird keine Gebühr erhoben.

Das Stadtarchiv fördert die Erforschung und die Kenntnis der Stadtgeschichte durch Publikationen (Schriftenreihe der Stadt Vaihingen an der Enz, Beihefte zur Schriftenreihe der Stadt Vaihingen an der Enz) und Ausstellungen. Das Städtische Museum Peterskirche ist personell und organisatorisch mit dem Stadtarchiv verbunden.

  • Aktueller Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Besuch des Archivs derzeit nur nach telefonischer Vereinbarung möglich.
  • Gebühr / Entgelt: Lt. Gebührenordnung für die Benutzung des Stadtarchivs Vaihingen an der Enz vom 23. Mai 2001.

Zuständige Personen:

Andrea Majer (Stadtarchivarin)
Telefonnummer: 07042 98100
E-Mail schreiben

Beatrice Lutsch (Ansprechpartnerin)
Telefonnummer: 07042 98100
E-Mail schreiben

Anschrift:

Spitalstraße 8
71665 Vaihingen an der Enz
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Donnerstag: 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Dienstag: 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Donnerstag: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Freitag nur nach vorheriger Terminabsprache!

1200 Jahre bewegte Vergangenheit

Die gut erhaltene historische Altstadt lässt bereits vermuten, dass es sich bei Vaihingen an der Enz um einen sehr geschichtsträchtigen Ort handelt. Die mittelalterliche Stadtanlage ist an verschiedenen Stellen noch ablesbar. Die engen Gassen, die alten Fachwerkhäuser, Reste der Stadtmauer, der Pulver- und der Haspelturm vermitteln einen Eindruck vom früheren Gesicht der Stadt. Die Anfänge Vaihingens liegen jedoch wesentlich weiter zurück.

Funde aus der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) und der Bronzezeit sind Beweise für eine frühe Besiedlung dieser Region; im benachbarten Hochdorf wurde das weithin bekannte keltische Fürstengrab entdeckt (6.-7. Jahrhundert v. Chr.). Auf eine intensive Besiedlung in römischer Zeit weisen zahlreiche Gutshöfe hin, die in großer Zahl in der Feldflur nachgewiesen wurden. Sie fielen alle den Alemannen zum Opfer, die ab dem 3. Jahrhundert die Herrschaft übernahmen. Keimzelle Vaihingens wird die Alemannensiedlung Feinga gewesen sein. Als erstes schriftliches Zeugnis der Existenz gilt die Schenkungsurkunde Graf Cuniberts – der fromme Ritter übertrug im März 779 Güter in „Feinga“ an das Kloster Fulda – ein Beleg, dass der Ort auf eine mehr als 1200-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Ausflug in die Geschichte

Namensregister Totenbuch

Der große Stadtbrand im August 1693 legte fast alle Gebäude innerhalb der Mauern Vaihingens in Schutt und Asche; auch die meisten schriftlichen Aufzeichnungen gingen damals in Rauch auf.

Zu den wenigen Dokumenten, die von der Feuersbrunst verschont blieben, gehört das im Jahre 1609 angelegte Totenbuch, das sich heute im evangelischen Kirchenarchiv Vaihingen/Enz befindet; im Totenbuch sind in chronologischer Reihenfolge alle in der Stadt von 1609 bis 1788 Verstorbenen verzeichnet. Aber nicht nur die Todesdaten sind angegeben. Zum Teil geben die Einträge auch einen Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse, in die Todesumstände, die Berufswelt usw. und stellen damit eine fast unerschöpfliche Quelle für die verschiedenartigsten Fragestellungen der Forschung dar.

Um das Original künftig zu schonen und die Forschung weiter zu fördern, wurde das Totenbuch von Heidemarie und Manfred Scheck ediert und in der Reihe der Beihefte der Schriftenreihe der Stadt Vaihingen an der Enz herausgegeben (Vaihinger Totenbuch (VTB), Teil 1: 1609 –1654 = Beiheft 5, 1999; VTB, Teil 2: 1655-1728 = Beiheft 6, 2005, und VTB, Teil 3: 1729 –1788 = Beiheft 7, 2008). Jeder Teilband ist mit einem Namens-, Orts- und Berufsregister versehen.

Um den Interessierten ein weiteres Hilfsmittel an die Hand zu geben und den Zugang zu erleichtern, wurden die drei bereits in den Beiheften vorliegenden Register zu einem Gesamtregister zusammengefasst.

http://www.vaihingen.de//unsere-stadt/stadt-vaihingen/geschichte