Döschen enthielt nie Polonium
Update 16.4.20206 / Pressemitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg
Fundstück erhielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210
Vaihingen - Das Behältnis, das am Ostersonntag in einem Garten gefunden wurde, enthielt zu keinem Zeitpunkt radioaktives Polonium-210. Das haben mehrere radiologische Messungen und Analysen des Inhalts des Behältnisses ergeben.
Kein Blei nachgewiesen
Parallel zu einer ersten Messung wurde in der vergangenen Woche eine zeitaufwändige Elementanalyse auf Blei gestartet. Polonium-210 hat eine Halbwertszeit von etwa 138 Tagen, so dass bei einer sehr alten Probe Polonium-210 komplett zu stabilem Blei-206 zerfallen wäre. Wäre also Blei nachweisbar, wäre das ein Hinweis darauf, dass sich zu einem früheren Zeitpunkt Polonium-210 in dem Behältnis befunden haben könnte. Das nun vorliegende Ergebnis zeigt aber, dass das nicht der Fall ist.
Keine Alpha-Strahlung messbar
Das gefundene Behältnis war mit einem Etikett versehen, das vermuten ließ, dass sich der radioaktive Stoff Polonium-210 in dem Behältnis befinden könnte. Da es sich bei Polonium-210 um einen Alphastrahler handelt, ist Polonium-210 messtechnisch nur schwer nachweisbar. Zunächst wurde der Inhalt generell auf Alpha-Strahlung ausgemessen. Das Ergebnis zeigte, dass von dem Inhalt des Behältnisses keine Alpha-Strahlung ausging. Damit konnte zu einem relativ frühen Zeitpunkt ausgeschlossen werden, dass sich im Inhalt des Behältnisses aktuell Polonium-210 befindet.
Analysen durch das Landeskriminalamt
Aufgrund aller vorliegender Ergebnisse radiologischer Messungen und Analysen ist
festzuhalten, dass von dem Inhalt des Behältnisses zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch radioaktive Stoffe ausging. Ergänzende Analysen, die beim Landeskriminalamt durchgeführt wurden, ergaben keine Hinweise auf andere gesundheitsschädliche Stoffe. Weitere Ermittlungen erfolgen durch das zuständige Polizeipräsidium.
Update 9.4.
Inhalt ist kein Polonium!
Verdächtiges Döschen: Untersuchung des Umweltministeriums auf Alphastrahlung war negativ
Vaihingen an der Enz – In dem verdächtigen Döschen, das am Ostersonntag in einem Vorgarten in Vaihingen an der Enz gefunden wurde, war kein Polonium-210. Das hat das baden-württembergische Umweltministerium mitgeteilt.
Ursprünglich war zur Bestimmung des Inhalts eine aufwendige Alpha-Spektrometrie geplant. Allerdings haben sich die Experten dazu entscheiden, das Döschen zu öffnen und den halbflüssigen Inhalt generell auf Alphastrahlung zu untersuchen. Das Ergebnis: Es konnten keinerlei Alphastrahlen gemessen werden. Damit scheidet auch Polonium als Inhalt aus.
Eine weitere Analyse soll nun noch zeigen, ob das Behältnis mit der ungefähren Aufschrift „Polonium-210“ irgendwann einmal diesen Stoff enthalten hat.
Ist auch dies geklärt, kann der Kunststoffbehälter zurück an die Polizei gehen, die ihn weiter kriminaltechnisch untersucht und auch den Inhalt weiter analysiert. Die Polizei übernimmt die Ermittlungen, wer das Döschen beschriftet und in dem Garten abgelegt hat.
> Pressemitteilung des Umweltministeriums (PDF-Dokument, 133,66 KB, 09.04.2026)
UPDATE zum Strahlenschutzeinsatz
7.4. 2026
Erste Plausibilitätsbetrachtungen des Umweltministeriums ergeben keine Hinweise auf Polonium-210 – Alpha-Spektrometrie soll Gewissheit bringen
Vaihingen an der Enz – Das im Garten einer Wohnsiedlung in Vaihingen an der Enz gefundene verdächtige Döschen enthält wahrscheinlich kein Polonium-210. Das ergab die erste Plausibilitätsprüfung des baden-württembergischen Umweltministeriums. Der Inhalt wird nun mithilfe einer aufwendigen Alphaspektrometrie weiter analysiert. Das kann eine Woche dauern.
Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei hatte am Ostersonntag im Wohngebiet Am Wolfsberg für Verunsicherung gesorgt. Gegen 16.30 Uhr hatten Anwohner ein Behältnis in ihrem Garten gefunden, das mit dem ungefähren Namen des radioaktiven chemischen Elements beschriftet war. Zur potenziellen Gefahrenabwehr wurde daraufhin ein Strahlenschutzalarm ausgelöst: 140 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis, darunter zahlreiche speziell geschulte Einsatzkräfte, sicherten und untersuchten den Behälter in Schutzkleidung. Messungen vor Ort ergaben keine erhöhte Strahlenbelastung – weder am Behältnis selbst, noch in der Umgebung des Fundortes. Die Anwohner wurden zunächst medizinisch untersucht, konnten dann aber in ihr Haus zurückkehren.
Das Umweltministerium sorgte sodann für den sicheren Abtransport des Döschens. Eine noch am Ostermontag durchgeführte erste Plausibilitätsprüfung ergab, dass es sich bei dem Inhalt eher nicht um den gefährlichen Stoff handelt, auf den die Aufschrift zunächst hindeutete. Für die messtechnische Verifizierung wird das gefundene Kunststoff-Döschen nun in eine Messeinrichtung gebracht. Dort führen Experten eine aufwendige Alphaspektrometrie durch. Das Ergebnis wird in circa einer Woche erwartet.
Derweil hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, wie das Döschen in den Garten gelangt sein könnte. Sollte der Verursacher ausfindig gemacht werden, kann er gegebenenfalls zur Kostendeckung des Einsatzes herangezogen werden. Mitarbeiter des kriminaltechnischen Instituts des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg haben das Behältnis bereits auf Spuren untersucht.
6.4.2026
Umweltministerium untersucht verdächtigen Gegenstand
Vaihingen an der Enz - Entwarnung! Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei im Wohngebiet Am Wolfsberg hat am Ostersonntag in Vaihingen an der Enz für Verunsicherung gesorgt. Doch für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Das verdächtige Fläschen wird nach Ostern vom baden-württembergischen Umweltministerium untersucht. Die Polizei ermittelt derweil, wie das Behältnis in dem Garten gelangt sein könnte.
Gegen 16.30 Uhr hatten zwei Anwohner das verdächtige Fläschchen in ihrem Garten gefunden, das mit dem ungefähren Namen eines Gefahrenstoffs beschriftet war. Zur potenziellen Gefahrenabwehr wurde daraufhin ein Strahlenschutzalarm ausgelöst: 140 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis, darunter zahlreiche speziell geschulte Einsatzkräfte, sicherten und untersuchten den Behälter in Schutzkleidung. Messungen vor Ort mit speziellen Detektoren ergaben keinerlei erhöhten Werte – weder am Behältnis selbst, noch in der Umgebung des Fundortes. Die Anwohner konnten in ihr Haus zurückkehren. Prophylaktisch vorgenommene medizinische Untersuchungen hatten keine Auffälligkeiten ergeben.
Das Gefäß wurde noch am Abend von Experten des baden-württembergischen Umweltministeriums abtransportiert und vorerst sicher asserviert. Nach den Feiertagen wird es geöffnet, gegebenenfalls dekontaminiert und entsorgt. Erst dann wird feststehen, ob sich eine gefährliche Substanz darin befindet.
Für die Anwohner des Wohngebiets bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth dankte den Einsatzkräften für ihren speziellen Oster-Einsatz. Wichtig sei bei einem solchen Alarm, für alles gerüstet zu sein, aber auch besonnen zu reagieren. Für die Bürgerinnen und Bürger sei es beruhigend zu wissen, dass im Fall der Fälle verlässliche Abläufe für größtmögliche Sicherheit sorgten.























