Schlosshotel soll im Frühjahr 2027 eröffnen
Bekenntnis für die Zukunft Vaihingens – Erfolgreicher Themenabend der Stadt zu Schloss Kaltenstein, Bürgergartenschau und Bürgerverein – Verwaltung stellte sich Fragen der Stadtgesellschaft
Vaihingen – Das geplante Hotel im Schloss Kaltenstein soll bereits im Frühjahr 2027 eröffnet werden. Der visionäre Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler überraschte die Stadtgesellschaft und sogar Oberbürgermeister Uwe Skrzypek beim Themenabend in der Vaihinger Stadthalle mit konkreten Zielvorgaben und einem Bekenntnis: „Es wird schön, ich freue mich drauf! Sie werden ziemlich begeistert sein!“ Klare Botschaften gab es auch zu den beiden weiteren Themen des Abends, die von Stadtmitarbeiterinnen und -mitarbeitern vorgestellt wurden: zur Bürgergartenschau 2029 und zum geplanten Bürgerverein.
Für Oberbürgermeister Uwe Skrzypek ist die Zukunft Vaihingens nicht mehr nur eine Vision. Millioneninvestitionen ins Schloss Kaltenstein sowie in die geförderten Maßnahmen zur Gartenschau, aber auch möglicherweise in einen Mittelalterpark seien sichtbare Zeichen dafür, welches Potenzial in der Stadt an der Enz stecke und was bis 2029 alles bewegt werden könne. „Lassen Sie uns die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten“, rief er die rund 330 Besucherinnen und Besucher des Abends auf.
Die Hoffnungen vieler ruhen dabei auf Wolfgang Scheidtweiler. Er plant, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt in ein 4-Sterne-Hotel mit Gastronomie zu verwandeln. In sympathischer und sehr persönlicher Manier erzählte der tatkräftige Entrepreneur und passionierte Bierbrauer seinen Werdegang und führte erfolgreich umgesetzte Projekte seiner Private Hotel Collection vor Augen. Der Erhalt von Schloss Kaltenstein sei ihm und seiner Frau mit Blick auf die Historie des Gebäudes ein Herzensanliegen. Die Vorplanungen hätten zwar länger gedauert. „Aber wir starten noch in diesem Jahr. Im Frühjahr 2027 soll das Hotel fertig sein“, versprach Scheidtweiler. Damit überraschte er auch OB Skrzypek: „Wenn Sie im Frühjahr 2027 einziehen, bekommen Sie aus jedem Stadtteil eine Kiste besten Weines für Ihren Weinkeller“, versprach er Scheidtweiler unter dem Applaus der Zuhörer.
Die Vaihingerinnen und Vaihinger dürfen sich aber auch auf ein anderes Großprojekt freuen: die Bürgergartenschau in Vaihingen im Jahr 2029. Der beauftragte Landschaftsplaner Philip Haggeney sowie Gartenschau-Chef Norbert Geissel und sein Team stellten der Stadtgesellschaft den Stand der Planungen vor und gingen unter anderem auf die geplanten Daueranlagen und deren Finanzierung ein. Dabei wurde deutlich, dass aus vielen Visionen mittlerweile konkrete Planvorstellungen geworden sind: beispielsweise die Nutzung der Klärbecken auf dem Häcker-Areal als Veranstaltungs- und/oder Bouldermöglichkeiten, die terrassenförmige Renaturierung des Uferbereichs der Enz oberhalb des Rondells, die Überquerung der Enz und die Anbindung der Altstadt. In den Köpfen der Anwesenden nahm die Gartenschau an diesem Abend Gestalt an.
„Wie können die Daueranlagen nach der Gartenschau genutzt werden? Wo liegen die Ein- und Ausgänge des Geländes? Wie wird die Altstadt angebunden? Was wird aus den Gewächshäusern auf dem Weller-Areal? Wo verläuft der Radweg im Veranstaltungsjahr? Wie können die Stadtteile konkret eingebunden werden?“ Diese Fragen hatten die Bürgerinnen und Bürger mitgebracht. Beantwortet und erörtert wurden sie von den Verantwortlichen sowohl auf der Bühne, als auch später an Schautafeln in der Halle. Die hier angepinnten Ideen und Vorschläge werden ausgewertet und in einigen Tagen auf der Homepage der Stadt dargestellt, wie die Beauftragte für Bürgerbeteiligung, Cornelia Geidel, erklärte.
Um Partizipation ging es auch im dritten Themenkomplex: Wie können sich Vaihingerinnen und Vaihinger für die Gestaltung der Bürgergartenschau und auch darüber hinaus einbringen? Geplant ist dazu die Gründung eines schlagkräftigen Bürgervereins, wie Barbara Ogbone vom Amt für Bildung und Vereine sowie Stabsstellenleiterin Claudia Illmer erklärten. Angedacht ist ein breites, kooperatives Netzwerk von Initiativen, Vereinen und Gruppierungen sowie Privatpersonen. Zu den Zielen gehört unter anderem die Förderung von ehrenamtlichem Engagement sowie junger Menschen, der Schutz von Lebensräumen sowie die Gestaltung der Stadtgesellschaft. Wer sich einbringen möchte, konnte seine Kontakte hinterlassen. Gesucht wird auch noch ein schlagkräftiger Name.
Nach mehr als zwei Stunden Impulsvorträgen und Fragerunden nutzten viele Besucher noch den persönlichen Austausch mit den Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung an den Stellwänden zu verschiedenen Gartenschau-Themen. Ganz im Sinne der Intention des Abends, die OB Skrzypek schon zu Beginn verdeutlicht hatte: „Wir möchten im unmittelbaren und transparenten Dialog Gutes bewirken. Bei unseren Bürgerdialogen in neun Stadtteilen haben wir gesehen, wie wertschätzend dies aufgenommen wird.“
Das neue Gartenschau-Team stellte sich vor: Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebes Gartenschau sind gleichzeitig auch noch in anderen Bereichen der Verwaltung tätig.
Norbert Geissel – Geschäftsführung
Julia Dorda – kulturelle Betriebsleitung
Stefanie Arndt – kaufmännische Betriebsleitung –nicht auf dem Foto
Paul Heizmann (Bereich Haushalt und Finanzen) – nicht auf dem Foto
Cirsten Beyer (Bereich Haushalt und Finanzen) – nicht auf dem Foto
Arne Jansen – technische Betriebsleitung
Sandra Bamesberger (Projektassistenz)
Monika Schmidt (Projektassistenz)
Katja Ludwig (Planung Daueranlangen)
Jochen Sieber (Umweltrecht / Artenschutz)
Josephin Behling (Bereich Veranstaltungen und Kultur)
Sandra Zovak (Bereich Veranstaltungen und Kultur) – nicht auf dem Foto
Jana Schiffner (Bereich Veranstaltungen und Kultur)
Andrea Majer (Bereich Archiv und Kultur)
Michaela Merten (Bereich Archiv und Kultur)
Rolf Watzal (Bereich Veranstaltungen und Kultur)
























