Jahreshauptversammlung 2026
Mit dem traditionellen Blick auf das vergangene Jahr startete auch 2026 für die Freiwillige Feuerwehr Vaihingen an der Enz. Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, der Politik, von Polizei und anderer Hilfsorganisation und nicht zuletzt ein Großteil der knapp 520 Mitglieder trafen sich am 5. Januar zur Hauptversammlung der Vaihinger Wehr in der Stadthalle.
Und auch dieses Jahr zeugte der Bericht von Kommandant Thomas Korz nicht unbedingt von Langeweile: 202-mal rückte die Vaihinger Feuerwehr 2025 aus, davon zu 91 Brandeinsätzen und zu 93 Technischen Hilfeleistungen. Spitzenreiter auch in diesem Jahr waren die Nottüröffnungen (31-mal) und Brände mit dem Stichwort „B3“ (55-mal), wobei hier die Brandmeldeanlagen das Feld anführten.
Das Jahr begann indessen dramatisch: Am 21. Januar wurde die Feuerwehr Vaihingen an der Enz zu einem Brand in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Auricher Straße gerufen. „Schon beim Abbiegen in die Gerberstraße sah ich die große schwarze Rauchwolke und den Feuerschein. Mir kamen ängstlich flüchtende Menschen entgegen“, schilderte Korz die ersten Minuten eines Brandes, der ein Menschenleben forderte. Zwar konnte das brennende Gebäude nicht mehr erhalten werden, ein Übergreifen der Flammen verhinderten aber die Einsatzkräfte, während im Gebäude der Verkehrswacht knapp 100 Mensch betreut wurden.
Glücklicherweise verlief nicht jeder Einsatz im Jahr 2025 so tragisch, auch wenn in einigen wenigen Fällen jede Hilfe zu spät kam. Bewiesen hat der Bericht von Korz aber mal wieder, wie vielschichtig Feuerwehrarbeit sein kann: Gefahrstoffe traten aus, Rauchmelder piepsten, defekte Sprinkleranlagen sorgten für Fehlalarme. Ein Bagger brannte unter einer Hochspannungsleitung, im ICE kokelte eine Kaffeemaschine, Tiere mussten gerettet werden, selbst ein gebrochener „Mönch“ – ein Ablaufbauwerk – im Horrheimer See findet sich in der langen Einsatzliste wieder. Die Vaihinger Freiwilligen rückten zu Dachstuhlbränden, Verkehrsunfällen, Vermisstensuchen und einem Kellerbrand aus. Nicht mal selbst blieben die Brandschützer dieses Jahr verschont, als im September die Starterbatterie des Auricher Löschfahrzeuges explodierte.
Mann- und fraustark tritt laut Thomas Korz die Vaihinger Wehr diesem anspruchsvollen Einsatzgeschehen, immerhin sind derzeit 351 Aktive im Dienst. „Die Zahl der aktiven Einsatzkräfte bleibt stabil“, freut sich der Kommandant, auch wenn die Tagesverfügbarkeit ihm immer mehr Sorgen bereite: „Wir schlittern hier in ein großes Problem.“ Umso erfreulicher seien da die 82 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr und die stetig wachsende Warteliste, die von der großartigen Jugendarbeit in Vaihingen an der Enz zeuge. 140 Kameradinnen und Kameraden zählten derweil die Altersabteilungen, während die 43 Musikerinnen und Musiker des Spielmannszug Roßwag auf ein Jahr mit 38 Veranstaltungen zurückblicken.
Arbeit werde auch konsequent im Bereich Ausbildung geleistet, Korz berichtet von mehr als 400 Aus- und Fortbildungen, darunter Grundausbildung, Atemschutzgeräteträger, Heißausbildung, Führerschein, Zugführer, Jugendfeuerwehrwart, Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall, Motorsägenlehrgang oder Retten aus Höhen und Tiefen. Alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen: „Mit jedem Jahr wird mir bewusster, welche Leistungen hier erbrachten“, blickt Korz auf diesen Bereich, der die Grundlage jeglicher Feuerwehrarbeit ist. Doch es sei aber auch Vorsicht geboten, mit den immer mehr werdenden Aufgaben sei irgendwann die Grenze der Belastbarkeit erreicht. „Wir müssen dabei aufpassen, dass wir nicht den Blick auf unsere Kernkompetenzen verlieren“, mahnt Vaihingens Kommandant.
Und wie geht es weiter? Neben dem Feuerwehralltag – also Einsätzen, Ausbildung, Veranstaltungen und dergleichen – warten auch 2026 einige besondere Herausforderungen auf Thomas Korz und die neun Vaihinger Abteilungen. So soll unter anderem das Thema Aufwandsentschädigung weiter diskutiert werden, in Roßwag wartet man noch immer auf den Baubeginn des neuen Gerätehauses, eine neue Verwaltungssoftware wird eingeführt. Langweilig wird es also auch dieses Jahr definitiv nicht.
Bericht der Jugendfeuerwehr
Auch für die Jugendfeuerwehr war 2025 wieder einmal ein ereignisreiches Jahr, das "weit mehr als eine Abfolge von Übungsdiensten, Terminen und Veranstaltungen war", wie Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Grözinger in seinem Rückblick eindrucksvoll bewies. Kameradschaft, Respekt, Verantwortung und Toleranz waren gelebte Praxis, unter den Jugendlichen ebenso wie unter dem engagierten Betreuerteam. Gezeigt haben sich diese Werte nicht nur auf dem Papier, sondern auch im gemeinsamen Handeln. Arbeitseinsätze, Zeltlager, Wettkämpfe und die jährliche 24-Stunden-Übung sind nur einige Beispiele, die laut Grözinger bewiesen, wie sich die Jugendlichen entwickelten und wie sich die Betreuer immer mehr in ihrer Rolle al Begleiter, Ausbilder und auch Vorbilder zurechtfanden.
Dennoch gab es natürlich auch nackte Fakten zu berichten: 83 Kinder und Jugendliche leisteten zum 31. Dezember 2025 ihren Dienst bei der Jugendfeuerwehr, ob nun im technischen oder im musikalischen Bereich. Der Stadtjugendfeuerwehrwart freute sich dabei über mittlerweile 33 Mädchen, die somit mittlerweile gut ein Drittel der Mitglieder ausmachen. Das Alter liegt dabei zwischen zehn und 16 Jahren, sechs Jugendfeuerwehrler sind 2025 in die aktive Abteilungen übergetreten; 2026 sollen noch mehr folgen. Über 21 Neuaufnahmen kann sich Grözinger freuen, elf weitere stehen auf der Warteliste - "Das Interesse an der Jugendfeuerwehr ist weiterhin ungebrochen groß."
Dabei gibt es viel zu tun für die Kinder und Jugendlichen: 107 Probeeinheiten an Flöte, Fanfare, Trommel und Theorie hat die Jugendfeuerwehr-Musik absolviert, hinzu kamen verschiedene Auftritte. Die Jugendfeuerwehr-Technik kann 34 Termine für das Jahr 2025 vermelden, darunter Altpapier-Sammlungen, Übungsdienste, Kreiszeltlager und die Teilnahme am Kreispokal der Jugendfeuerwehren. Hinzu kommen 14 Mitglieder, die Stufe I und 15, die Stufe II der Jugendflamme abgelegt haben.
Beförderungen und Ehrungen
Ehrungen
Zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Vaihingen an der Enz wurde Andreas Mauch ernannt.
Die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Gold erhielt Roland Dieterle.
Die Traditionsnadel der Jugendfeuerwehr erhielten Jeremy Müller, Florian Kreb, Sven Philipp und Albert Gremmelspacher.
Die Ehrennadel Baden-Württemberg in Silber der Jugendfeuerwehr erhielt Noa Baier.
Für 10 Jahre Spielmannszug wurde Alicia Mannhardt geehrt.
Für 20 Jahre Spielmannszug wurde Claudia Altmann geehrt.
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze erhielten Steffen Brandstätter, Kevin Baier, Robin Bischoff, Daniel Conradt, Dominic Schmalzried, Salvatore Roberto Inglisa, Kai Salzmann, Tim Brost, Tim Freihofer, Felix Gayer, Lukas Gayer, Andreas Rapp, Marius Zimmermann, Thorsten Schneider und Andreas Weiss.
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber erhielten Tobias Waldbauer, Daniel Raisch, Christian Grözinger, Ralf Pfitzner und Reinhard Randoll.
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold erhielten Martin Pfisterer und Rolf Bahnmaier.
Beförderungen
Zur/zum Feuerwehrfrau/-mann wurden befördert (Abteilung Stadt) Albert Gremmelspacher, Steffen Hangele, Benedikt Helwig, Dirk Staiger, Isabelle Bilali, (Abteilung Aurich) Viktoria Kaag, Jeremy Müller, (Abteilung Ensingen) Jonathan Carl, Florian Kreb, Alexander Vorwer, (Abteilungen Enzweihingen) Marina Annika Weiss, (Abteilung Horrheim) Antonia Knoll, Levi Thalheimer, (Abteilung Riet) Sven Philipp, Markus Leibfried, (Abteilung Roßwag) Jonas Allmendinger, Lorenz Huttenlocher und Oliver Pauls.
Zur/zum Oberfeuerwehrfrau/-mann wurden befördert (Abteilung Stadt) Hannah Daub, (Abteilung Ensingen) Simon Czauderna, (Abteilung Enzweihingen) Andreas Baumann, Marvin Essich, Michael Siehler, Josia Rentschler, Jakob Stärk, (Abteilung Gündelbach) Maike Schillinger, (Abteilung Horrheim) Maximilian Kratel, Nils Oberender, (Abteilung Kleinglattbach) Lorenz Blessing, Alan Bores, Lennard Kulbe, (Abteilung Riet) Jonas Kappenstein, (Abteilung Roßwag) Max Kühnle, Marco Wachter und Domenik Wilhelm.
Zum Hauptfeuerwehrmann wurden befördert (Abteilung Stadt) Kevin Rapp, (Abteilung Ensingen) Lukas Fink, Michael Grambow, (Abteilungen Enzweihingen) Oliver Schmidt, (Abteilung Kleinglattbach) Kai Salzmann und (Abteilung Roßwag) Heiko Gayer.
Zum Löschmeister wurden befördert (Abteilung Stadt) Mario Steigleder, (Abteilung Enzweihingen) Robin Bischoff und (Abteilung Riet) Tim Freihofer.
Zum Oberlöschmeister wurden befördert (Abteilung Gündelbach) Martin Schillinger, (Abteilung Horrheim) Andreas Stierle und (Abteilung Kleinglattbach) Sven Knabel.
Zum Hauptlöschmeister wurden befördert (Abteilung Ensingen) Marcel Burger, Dennis Wetzel, (Abteilung Enzweihingen) Thomas Häberle, Manuel Schmid, (Abteilung Horrheim) Kevin Baier und (Abteilung Kleinglattbach) Uwe Setzer.
Zum Brandmeister wurden befördert (Abteilung Aurich) Nikola Sakarli und (Abteilung Gündelbach) Michael Schmidt.




























