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Die Medaillen kommen mit der Post

Die Sportlerehrung der Stadt Vaihingen an der Enz fällt auch dieses Jahr coronabedingt als Festakt aus.

Doch das heißt nicht, dass die Sportlerinnen und Sportler nicht geehrt werden. Die Medaillen und Urkunden werden 2021 zwar nicht persönlich übergeben, per Post und übe die Vereine kommen sie aber dennoch ans Ziel. Die Sportlerehrung ist dabei nicht die einzige Veranstaltung in Vaihingen an der Enz, die in der Pandemie neue Wege gehen muss.

Eigentlich sollten der 18. und 19. März 2021 mit einem Fest-Doppelakt aufwarten: Am Donnerstag wollte die Stadt Vaihingen an der Enz 65 jugendliche Sportlerinnen und Sportler sowie neun Trainerinnen und Trainer ehren, am Freitag 63 Erwachsene plus drei Trainerinnen und Trainer. Doch schon Ende vergangenen Jahres zeichnete sich ab, was auch schon im März 2020 Pandemie-Realität geworden war: „Letztes Jahr mussten wir coronabedingt die Sportlerehrung einen Tag vor der eigentlichen Veranstaltung absagen“, berichtet Oberbürgermeister Gerd Maisch. „Und es wurde bald klar, dass auch dieses Jahr ein Festakt, wie ihn die Vaihingerinnen und Vaihinger kennen, nicht möglich sein wird.“

Die Lösung lag 2020 auf der Hand beziehungsweise im Briefkasten: Die Vaihinger Vereine mussten wie gewohnt ihre jugendlichen und erwachsenen Sportlerinnen und Sportler melden, die für die Ehrungen in Frage kommen. Diese konnten zwar nicht persönlich überreicht werden, gingen aber über die Post an die Vereine, die sie dann an die Geehrten weiterleiteten. „Der Versand der Medaillen und Urkunden hat sich definitiv bewährt“, sagt Maisch. Und deshalb werden auch dieses Jahr wieder Briefe und Pakete geschnürt, welche die Ehrungen in die Vereine tragen. „Man merkt alleine an den weniger gewordenen Vorschlägen, dass die Corona-Pandemie dem Vereinssport deutlich zugesetzt hat. Umso wichtiger ist es daher, dass wir ein Zeichen setzen und deutlich machen: Wir haben in Vaihingen an der Enz viele Sportlerinnen und Sportler, die auch vergangenes Jahr trotz dieser Umstände Herausragendes geleistet haben. Und für diese Leistung wollen wir ihnen nicht nur gratulieren, sondern sie auch ehren“, so das Stadtoberhaupt.

Die Corona-Pandemie wirkt sich aber nicht nur auf die Sportlerehrung aus. Auch andere städtische Veranstaltungen müssen verschoben, abgesagt oder anderweitig angeboten werden. „Seit Frühjahr 2020 verschieben wir eigentlich ständig“, berichtet Kulturreferentin Julia Dorda. „Mittlerweile verschieben wir Veranstaltungen, die bereits letztes Jahr nicht stattfinden konnten, ein zweites Mal.“ Es werde auch immer schwieriger, Künstlerinnen und Künstler in künftigen Terminen unterzubekommen. „Wenn alle Termine, die eigentlich 2020 und 2021 hätten stattfinden sollen, nach 2022 wandern, wird es im Veranstaltungskalender ziemlich schnell voll“, so Dorda. Dabei wird nicht jede Veranstaltung verschoben: Manche Termine sind ersatzlos ausgefallen, manche Künstlergruppen können nächstes Jahr nicht mehr auftreten, weil es sie dann schlichtweg nicht mehr gibt.

Es gibt aber auch Veranstaltungen, die im Internet einen Ersatz gefunden haben. „Mit vaihingen.tv konnten die Soundlight Company und wir als Stadt einen Streamingdienst aufbauen, der sich mit seinem abwechslungsreichen und interessanten Programm etabliert hat“, sagt Dorda. „Natürlich können wir dort nicht alle Veranstaltungen streamen, die in Vaihingen an der Enz stattgefunden hätten. Oft ist eine Online-Umsetzung einfach nicht möglich. Dennoch kann sich das Programm im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Das haben wir aus vielen Rückmeldungen mitgenommen. Und auch die Künstlerinnen und Künstler sind immer dankbar, wenn wir sie für einen Auftritt anfragen.“ Die Vaihinger Kulturszene steht also nicht still, immer wieder entstehen neue Ideen – wie etwa ein liebevoller musikalischer Gruß, der bald aus der Peterskirche gesendet wird…

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