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Ergebnisse der Online-Jugendumfrage zum Leitbildprozess liegen vor

Auch während der Corona-Pandemie wollte die Stadt Vaihingen an der Enz eine geeignete Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Leitbildprozess ermöglichen. Dazu haben die Verantwortlichen eine Online-Jugendumfrage entworfen und mithilfe aller sieben weiterführenden Schulen in Vaihingen an der Enz umgesetzt. Teilnehmen durften Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7. Nun liegen die Ergebnisse vor. Wegen des Lockdowns wurden sie dem Jugendgemeinderat am Dienstag, dem 16. Februar 2021, in einem Online-Workshop vorgestellt.

„Schon die Beteiligungsquote an der Online-Jugendumfrage zum Leitbildprozess hatte uns froh gestimmt. Denn immerhin haben 70 Prozent bzw. 1478 der 2099 Schülerinnen und Schüler teilgenommen, die im September 2020 eine weiterführende Schule in Vaihingen an der Enz besucht haben“, sagt Oberbürgermeister Gerd Maisch. Doch noch erfreulicher seien die eigentlichen Ergebnisse gewesen: „Die Kinder und Jugendlichen haben sehr ernsthaft und detailliert die Fragen beantwortet und ihre Bewertungen vergeben. Ich bin beeindruckt“, so Maisch.

Als Beispiel dafür führt das Stadtoberhaupt die Antworten zu möglichen Angeboten entlang der Enz für Kinder und Jugendliche bei der Gartenschau 2029 an (Frage 4): „Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Bade- und (Wasser)Spielplätze, Skaterpark, Sportangebote, Kletterpark und vieles mehr genannt. Hier haben wir viele Anregungen gewonnen, die nicht nur für den Leitbildprozess relevant sind. Die Kinder und Jugendlichen haben die Online-Jugendumfrage ernst genommen. Nun ist es an uns, ihre Meinung ernst zu nehmen und zu schauen, was wir wie umsetzen können.“

Mit „viel Erwartbares, aber auch manches Überraschende“ fasst Maisch seinen Gesamteindruck von den Ergebnissen der Online-Jugendumfrage zusammen. So sei zu erwarten gewesen, dass Internetverfügbarkeit und Online-Angebote eine große Rolle spielen würden für die Kinder und Jugendlichen. Überrascht habe ihn dagegen, wie deutlich die Befragten in ihren Antworten Präferenzen und Abneigungen für beziehungsweise gegen bestimmte Orte in der Stadt geäußert hätten (Fragen 6 und 7). Als Gemeinschaftsaufgabe für Stadt, Schulen, örtliche Gewerbetreibende, die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer sehe er, die mit 13,5 Prozent eher niedrige Aufgeschlossenheit der Kinder und Jugendlichen für eine Ausbildung vor Ort zu steigern (Frage 10). „Wenn es uns nicht gelingt, diese Aufgabe zu lösen, werden uns zukünftig noch mehr Fachkräfte fehlen. Und wir haben erkannt, dass wir sehr früh aktiv werden müssen“, analysiert er.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse der Online-Jugendumfrage wiederholte Oberbürgermeister Maisch seine Einschätzung, dass ohne Internet und moderne technische Möglichkeiten die Online-Jugendumfrage niemals in dieser Zeit und mit diesem Ergebnis möglich gewesen wäre. Ebenso sei man allen Schulangehörigen sehr dankbar. Deren Engagement sei die Basis für eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in diesem hohen Ausmaß.

In der Struktur habe sich die Online-Jugendumfrage an der Haushaltsumfrage zum Leitbildprozess orientiert, berichtet der Verwaltungschef. Dies werde es den Mitgliedern des Jugendgemeinderats erleichtern, ausgewählte Umfrageergebnisse in die Arbeit des Leitbildprozesses einzubringen, sobald dieser fortgesetzt werden kann. An einzelnen Punkten sei man jedoch von der Struktur der Haushaltsumfrage abgewichen. So habe man die Kinder und Jugendlichen auch nach dem Zusammenleben in der Corona-Pandemie befragt (Frage 15). Diese habe naturgemäß bei der Haushaltsumfrage 2019 noch keine Rolle gespielt.

Die Spanne zwischen Umfrageende Mitte November 2020 und der Vorstellung der Ergebnisse Mitte Februar 2021 begründet Oberbürgermeister Maisch damit, dass die Rohdaten hätten geordnet, die vielen offenen Antwortmöglichkeiten gesichtet, sortiert und gruppiert werden müssen, um verwertbare Daten aus den offenen Fragen zu erhalten. Das brauche seine Zeit, denn das müsse sehr gründlich geschehen. Krankheitsbedingt habe zudem der erste geplante Workshop-Termin des Jugendgemeinderats verschoben werden müssen. „Nun liegen alle Ergebnisse vor und wurden dem Jugendgemeinderat vorgestellt. Wie versprochen haben wir sie direkt anschließend allen Einwohnerinnen und Einwohnern auf unserer Internetseite zugänglich gemacht“, bekräftigt der Oberbürgermeister. Sie sind aufzurufen über den Link https://www.vaihingen.de/d/27914.

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