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Neubau Kindergarten Ensingen: Wichtiger Zwischenschritt erreicht!

Im Vaihinger Stadtteil Ensingen soll nördlich der Grundschule ein zweigruppiger Kindergarten mit Erweiterungsoption für eine dritte Gruppe entstehen. Wie dieser Kindergarten aussehen könnte, war die Aufgabenstellung für die Teilnehmer eines sog. nichtoffenen Realisierungswettbewerbs, den die Stadt Vaihingen an der Enz ausgelobt hat. Jetzt steht der Siegerentwurf fest.

Dr. Fred Gresens, OB Gerd Maisch und Ortsvorsteher Gerhard Ciapura präsentieren das Siegermodell

Mit dem Abschluss des Wettbewerbsverfahrens wurde ein wichtiger Zwischenschritt zum Neubau eines Kindergartens im Vaihinger Stadtteil Ensingen erreicht. Dem Wettbewerb vorausgegangen war ein europaweites Teilnahmeverfahren, bei dem sich 52 Architektur- und Landschaftsplanungsbüros beworben hatten. Im Losverfahren wurden sieben Büros als Teilnehmer gezogen, zusätzlich waren zwei Büros außerhalb der Auslosung gesetzt.
Der Wettbewerb wurde anonym durchgeführt. Als Preisgeld hat die Stadt Vaihingen an der Enz als Ausloberin Preise und Anerkennungen in Höhe von 25.000 Euro (netto) zur Verfügung gestellt.

Unter Beachtung strenger coronabedingter Hygieneauflagen konnte das Preisgericht unter dem Vorsitz von Dr.-Ing. Fred Gresens in seiner Sitzung am 28. Januar insgesamt acht Planungsentwürfe begutachten, bewerten und prämieren. Als Beurteilungsmaßstab für die eingereichten Entwürfe wurde u.a. die städtebaulich harmonische Einfügung, die Funktionalität, die architektonische Qualität, energetisch optimiertes Bauens und die Wirtschaftlichkeit herangezogen.

Grundlage für die Planung war das Raumprogramm eines 3-gruppigen Kindergartens, dessen erster Bauabschnitt mit zwei Kindergartengruppen und einer Programmfläche von rund 700 qm errichtet werden soll. Der zweite Bauabschnitt soll eine Erweiterungsoption um eine Krippengruppe mit einer Programmfläche von rund 160 qm umfassen. Gefordert war die Erstellung verschiedener Lage- und Grundrisspläne sowie Ansichten und Schnitte. Weiterhin musste ein sog. Massenmodell (ohne Darstellung der Fassaden) erstellt werden, um die räumliche Einbindung bewerten zu können.

Im Zuge der Beurteilung durch das Preisgericht zeichnete sich der Entwurf des Büros D`Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten (Stuttgart/ Fellbach) mit Luz Landschaftsarchitektur Planungsgesellschaft mbH (Stuttgart) als 1. Preisträger aus. Der Entwurf zeichnet sich in Verbindung mit einer eingeschossigen Flachdachlösung durch einen logischen Aufbau des Raumprogramms aus. Der Zugangsbereich ist mit einem großzügigen Vorplatz einladend gelöst. Insgesamt fügt sich das Gebäude in Maßstab, Volumen und Höhe gut in die kleinteilige Baustruktur der Umgebung ein. Der geplante kompakte Baukörper mit einer modularen Bauweise lässt eine wirtschaftliche Lösung erwarten. Die vorgeschlagene Holzbauweise sorgt für die erforderliche bauliche Nachhaltigkeit.

Als 2. Preisträger wurde die Arbeit des Büros Baur & Latsch ArchitektenPartGmbB (München) mit Andreas Kicherer - OK Landschaft (München) gewürdigt. Der Entwurf zeichnet sich ebenfalls durch eine hohe räumliche und funktionale Funktionalität aus. Die Gestaltung des Baukörpers und des Grundrisses ist gut durchdacht. Als Besonderheit wird ein Satteldachaufbau vorgeschlagen, der sich ebenfalls in die umgebende Bebauung einfügt.

Der 3. Preis ging an das Büro Schürmann + Schürmann Architekten PartmbH (Stuttgart) mit ah Landschaftsarchitekten Anderson + Hinterkopf Partnerschaft mbH (Stuttgart). Das Preisgericht lobte besonders die in Winkelform geplante Gebäudekonzeption, die ein Pendant zum bestehenden Schulhaus darstellt. Zusammen mit den freiräumlichen Qualitäten weist das Konzept besondere Qualitäten aus.

Direkt im Anschluss an die Preisgerichtssitzung erläuterten Oberbürgermeister Gerd Maisch, der Vorsitzende des Preisgerichts, Herr Dr.-Ing. Fred Gresens, und Ortsvorsteher Gerhard Ciapura die Wettbewerbsergebnisse.

Oberbürgermeister Maisch zeigte sich von den Ergebnissen angetan: „Die eingereichten Arbeiten zeigen eine große Bandbreite unterschiedlicher hochbaulicher Lösungen. Die Durchführung eines Wettbewerbs zur Sicherung der erforderlichen planerischen Qualität hat sich gelohnt. Der mit dem 1. Preis prämierte Planungsentwurf zeigt, wie zeitgemäße Kindergartengebäude heute aussehen sollen. Eine besondere Qualität liegt im Maßstab und in den Proportionen, die eine gute Orientierung im Gebäude ermöglichen werden. Auch die geforderte spätere Erweiterung um eine weitere Krippengruppe ist problemlos möglich“. Weiterhin stellte er fest, „dass mit diesem Vorhaben die Infrastruktur im Teilort Ensingen sehr gut für die Zukunft aufgestellt ist“.

Auf Grundlage dieser Wettbewerbsergebnisse werden in einem nächsten Arbeitsschritt zwischen Stadtverwaltung und den Preisträgen Verhandlungsgespräche zur weiteren Projektumsetzung geführt. Oberbürgermeister Maisch zeigt sich zuversichtlich, dass im späten Frühjahr die Gesamtergebnisse vorliegen, sodass der Gemeinderat dann die notwendigen Beschlüsse fassen kann.

Oberbürgermeister Gerd Maisch dankte ausdrücklich den Damen und Herren Preisrichtern, Sachverständigen und der Vorprüfung für ihre engagierte Teilnahme in den aktuell schwierigen Zeiten. Ursprünglich sollten nach der Sitzung des Preisgerichts alle Arbeiten im Rahmen einer kleinen Ausstellung der interessierten Bürgerschaft direkt zugänglich zu machen. Leider ist ein solches Veranstaltungsformat coronabedingt derzeit nicht möglich. Die Planentwürfe sind jedoch in Kürze unter Bürger | Service - Planen - Wettbewerb Kindergarten Ensingen zu sehen.

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