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Vaihingen an der Enz schafft biologische Vielfalt!

Die Große Kreisstadt erhält als eine von bundesweit 40 Städten, Gemeinden und Landkreisen die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

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Neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen ist das Ziel des Bundeswettbewerbs „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“, zu dem das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ zu Jahresbeginn aufgerufen hatte. 310 Städte, Gemeinden und Landkreise sind dem Aufruf gefolgt und haben bis zum Einsendeschluss am 30. Juni 2020 insgesamt 332 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Unter den Teilnehmern war auch die Stadt Vaihingen an der Enz – mit Erfolg, wie sich jetzt herausstellte! Als eine von 40 Kommunen darf sie sich auf ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro aus Mitteln des Bundesumweltministeriums für die Umsetzung ihres Zukunftsprojekts freuen.

Eine vielfältige und intakte Stadtnatur bietet der urbanen Bevölkerung zahlreiche Vorteile. So ist sie Erholungsraum, fördert die Gesundheit und erhöht die Lebensqualität. Zudem ist sie Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Insekten sind ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt und als Bestäuber unserer Nutzpflanzen für uns Menschen von besonderer Bedeutung.

Das weiß man auch bei den Technischen Diensten der Stadt Vaihingen an der Enz. Seit vielen Jahren hat man sich dort dem Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und der Förderung von Stadtnatur verschrieben. Auszeichnungen wie die „Goldene Wildbiene“ oder die erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Natur-nah-dran“ zeugen davon. Jetzt wollen sich die Grünflächenverantwortlichen dem Areal entlang der ehemaligen Bahnlinie in Kleinglattbach annehmen, auf denen die Bürgerschaft unter der Federführung der Stadt vor Jahrzehnten sogenannte Geburten- und Taufbäume gepflanzt hat. Mit Unterstützung durch den NABU, den örtlichen Imkerverein und die Agendagruppe „Vaihingen blüht auf“ plant die Stadt nun, die monotonen Flächen durch gezielte Umgestaltungsmaßnahmen aufzuwerten. Dazu gehören die Aussaat gebietsheimischer Wiesenblumen sowie die Errichtung einer Wildbienenanlage. Ebenso ist eine Artenanreicherung der Fauna durch Belassen von Totholz, die Anlage eines Sand-Lehm-Hügels und einer Natursteinmauer angedacht. Ein Baumlehrpfad sowie Schilder, die auf vorhandene Pflanzen, Gehölze und Tiere hinweisen, wird später einmal Schulklassen, Kindergärten und interessierte Bürgerinnen und Bürger über die einzelnen Maßnahmen und deren Bedeutung für den lokalen Artenschutz informieren.

Mit dieser Projektidee konnte Vaihingen an der Enz die Fachjury überzeugen. Das zuerkannte Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wird nun zur Umsetzung des Projekts eingesetzt. Begleitet wird es in den kommenden zwei Jahren von einem Projektteam des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“.

Ursprünglich war die Auszeichnungsfeier übrigens für den 25. November 2020 in Berlin geplant. Pandemiebedingt musste sie leider abgesagt werden. Die Schirmherrin des Wettbewerbs, Bundesumweltministerin Svenja Schulze, hat jedoch in einem Video eine Grußbotschaft übermittelt. Sie können es zusammen mit der Laudatio von Robert Spreter vom Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" auf unserem YouTube-Kanal abrufen: https://www.youtube.com/watch?v=ujjyCdFDhS4

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