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Landschaftspflege auf Vaihinger Gemarkung

Seit mehr als 2 Jahrzehnten gibt die Stadt Vaihingen an der Enz Pflegearbeiten zur Erhaltung besonders naturschutzfachlich hochwertiger Flächen in Auftrag. Dazu zählen:

  • Mahd von Magerrasen und Heideflächen
  • Mahd von Feuchtgebieten / RiedflächenMahd von (städtischen) Streuobstwiesen
  • Mahd von Flächen mit Problempflanzen wie Ackerkratzdistel, Ampfer, Bärenklau

  • Pflege von Hecken

  • Freistellen von Trockenmauern, Steinriegeln

  • Pflege von Kopfweiden

  • Schneiden von Obstbäumen

  • Ausheben von Tümpeln / Gräben

Die meisten Pflegearbeiten werden außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt. Mit Übernahme der Landschaftspflegeflächen aus Flurbereinigungsverfahren hat sich die Anzahl an Pflegeflächen auf ca. 250 erhöht, wobei jährlich an ca. der Hälfte der Fläche gearbeitet werden muss.

Magerrasen-/Heideflächen

  • nährstoffarme Böden, meist trockene Standorte
  • früher oftmals Schafweiden bzw. Flächen
  • extensiver Nutzung
  • nach der Blüte gegen Verbuschung jährliche Mahd mit Abräumen des Mähguts Flora, z. B. verschiedene Orchideenarten (Pyramidenragwurz, Bienenragwurz, Hummelragwurz u.a.) Küchenschelle, Karthäusernelke, echtes Labkraut, Enzian, Kalkaster, Wolfsmilch, Silber- und Golddistel
  • Fauna, z. B. Schmetterlinge (Bläulinge, Schachbrett), Heuschrecken, Feldgrillen, Jagdgebiet für Raubvögel

Feuchtgebiete/Riedflächen

  • nasse Standorte, Grundwasser oberflächennah
  • Nutzung des Schnittguts, früher z. T. als Einstreu in den Ställen.
  • durch Drainagen und Aufgabe der Einstreu in Ställen stark dezimierte Standorte.
  • Flora, z. B. Seggen, Binsen, Schilf, Iris, Orchideen nasser Standorte (fleischrotes Knabenkraut) Baldrian
  • Fauna, z. B. Amphibien (Grasfrosch, Laubfrosch), Reptilien (Ringelnatter), Libellen (Blauflügelprachtlibelle, Sumpfschrecke, Wiesengrashüpfer), Schmetterlinge (großer Feuerfalter, Wiesenknopf - Ameisenblauling)
  • Mahd gegen Verbuschung mit Abräumen des Mähguts



Streuobstwiesen

  •  nur wenige in städtischem Besitz, die nicht verpachtet werden konnten
  •  extensiv genutzte kräuterreiche Wiesen, locker mit Obstbaumhochstämmen bestanden
  • durch Unwirtschaftlichkeit im Rückgang begriffen
  • Flora, z. B. Wiesenmargerite, Flockenblume, Witwenblume, Wiesensalbei
  • Fauna, z. B. Vögel, Steinkauz, Wendehals, Stieglitz, Grünfink, 5 mal mehr Hummeln und Bienen sowie 10 mal mehr Käfer als in intensiver Obstanlage
  • Mahd 1 mal pro Jahr nach der Blüte mit Abräumen des Mähguts

Hecken

  • auf landwirtschaftlich nutzlosen Standorten
  • früher Nutzung des dickeren Holzes als Brennholz sowie der Früchte der Heckensträucher
  • Flora: heimische Sträucher wie Schlehe, Heckenrose, Holunder, Pfaffenhütchen, Hasel
  • Fauna: Vögel wie Dorngrasmücke, Neuntöter, Insekten wie Schlupfwespen, Laufkäfer, Säuger wie Wiesel, Spitzmäuse u.a. mehr
  • Auf-Stock-Setzen, d.h. Schnitt der Sträucher ca. 20 cm über dem Boden, bei Verkahlen der Hecke, d.h. Hecke wird "durchsichtig"


Trockenmauern/Steinriegel

  • nährstoffarm, starkes Aufheizung in der Sonne
  • durch Betonmauerbau, Flurbereinigungen usw. stark reduzierte Lebensräume
  • Flora: Mauerpfeffer, fette Henne, Zimbelkraut
  • Fauna: Mauereidechsen
  • freihalten der Mauer, damit keine Beschattung erfolgt, Entfernung von Gehölzaufkommen aus der Mauer

Kopfweiden

  • entstanden aus regelmäßig geschnittenen Weidensteckhölzern
  • frühere Nutzung: Brennholz, Bindeweiden für Reben
  • Flora: ca. 100 Arten können auf Kopfweiden leben, z.B. Stachelbeere
  • Fauna: Höhlen für Fledermäuse, Steinmarder, Siebenschläfer

 

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