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Porträt Stadtteil Kleinglattbach

Platz für Neubürger

Historische Kirche von Kleinglattbach mit Fachwerkglockenturm

Keiner der Stadtteile von Vaihingen an der Enz hat im Laufe der Geschichte seine Gestalt so stark geändert wie Kleinglattbach. Der mittelalterliche Ortskern ist heute noch gut zu erkennen: Die ehrwürdige Peterskirche mit romanischen Bauteilen aus der Zeit vor der ersten Jahrtausendwende, das Hofgut, das niedrige Spritzenhaus mit stattlichen Bauernhöfen sowie dem Pfleghof, der früher zum Kloster Maulbronn gehörte. An seiner Außenmauer findet man den ältesten Beleg des Dorfwappens, den springenden Hasen. Kein großes Dorf - das "kleine Glattbach" eben. Die gesicherte Erstnennung in einer Speyer Urkunde im Jahre 1023 besagt allerdings wenig: Das Dorf ist auf jeden Fall älter.

Einst wurde Kleinglattbach von Ensingen aus verwaltet. Der wirtschaftliche Kern war das Hofgut. Der Eigentümer, Herzog von Württemberg, nutzte das Gut als Schafhof. Hier wurden riesige Schafherden gehalten und über die Felder der umliegenden Gemeinden getrieben: ein Vorrecht des Landesherrn. Im 19. Jahrhundert übernahmen die Freiherren von Neurath das Hofgut. Aus dieser Familie stammt Konstantin Freiher von Neurath, dem Außenminister des Deutschen Reiches (1932 bis 1938). Er lebte bis zu seinem Tod (1956) auf dem Leinfelder Hof bei Vaihingen an der Enz.

Durch die vielen "Aufs und Abs" erlebte Kleinglattbach durch den Eisenbahnbau 1850 einen richtigen Aufschwung. Eine Weberei wurde eröffnet und um Bahnhof und Post entstand ein zweiter Ortskern. Die "Bahnhöfler" wurden nach 1945 durch viele Bessarabiendeutsche verstärkt. Mit Unterstützung von des Kleinglattbacher Pfarrers Adolf Greinert siedelten sie sich hier an. Zwischen den beiden - längst zusammengewachsenen - Ortskernen entstanden die moderne evangelische Kirche, das katholische Gemeindezentrum sowie Grund-, Haupt- und Realschule.

Heute ist Kleinglattbach mit über 4200 Einwohner der größte Vaihinger Teilort. Das weitläufige Neubaugebiet liegt direkt neben dem neuen Bahnhof von Vaihingen an der Enz mit direkter Bahnverbindung nach Stuttgart. Im ehemaligen Spritzenhaus findet vorbildliche Jugendarbeit statt. Die Kindergartensituation ist gut. Im "Bartenberg" kann man wandern und radfahren. Junge Eltern lassen sich hier gern nieder, dort wo der Hase springt.

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